Gründüngeraussaat

Gründüngeraussaat

Anfang September haben wir Gründünger ausgesät. Der Zeitpunkt eignete sich sehr gut, da die Temperaturen zurückgingen und zuvor Regen fiel. Gründünger ist eine Zwischenfrucht und wird zwischen zwei Hauptfrüchten angebaut, da er viele Vorteile für deren Wachstum und die Bodenbeschaffenheit im Ackerbau hat. Der große Unterschied zu Hauptfrüchten ist, dass Zwischenfrüchte nicht geerntet, sondern untergepflügt oder -gegrubbert werden. Auf den bearbeiteten Feldern sollen im nächsten Jahr unsere Kartoffeln gepflanzt werden. Bis vor wenigen Wochen stand dort noch Gerste. Für den Kartoffelanbau ist vor allem Ölrettich sehr wichtig, da er gute Effekte auf die innere und äußere Schalenqualität hat und auch gut gegen Pilzbefall (Rhizoctonia) vorbeugt. Darüber hinaus hat Ölrettich weitere positive Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit und den Ertrag. Im Allgemeinen verbessert die Aussaat von Gründünger den Garezustand des Bodens und die Wachstumsbedingungen für die nachfolgenden Nutzpflanzen, welche bei und im nächsten Jahr die Kartoffeln sein werden. Durch das Unterpflügen oder -grubbern wird die Bildung von Humus unterstützt. Der Humus bindet für die Pflanzenernährung wichtige Nährstoffe, diese werden also nicht ausgewaschen. Die biologische Konservierung von Nährstoffen trägt zudem zum Wasserschutz bei. Der Bodenschutz wird verbessert (Regenwürmer) und durch eine intensive Durchwurzelung wird die Bodenstruktur stabilisiert.

Bei der von uns verwendeten Mischung wurde neben Ölrettich auch Sandhafer gesät. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er eine große Menge Blatt- und Wurzelmasse bildet, die der Bodengare zugutekommt.  Das Mischverhältnis war dabei 40% Ölrettich und 60% Sandhafer.

Auf dem Foto sieht man die Aussaat der Gründünger-Mischung auf einem unserer Felder in Viersen. Dazu wurde in diesem Jahr erstmal eine neue Sämaschine genutzt, die selbst gebaut wurde und somit den Boden- und Anbaubedingungen auf unseren Feldern perfekt angepasst ist.